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Lieferung und Kauf 22. September 2026 6 Min. Lesezeit

Wie viel Brennholz braucht man für einen Winter? So berechnen Sie es

Wie viel Brennholz Sie für einen Winter brauchen, hängt von Ihrem Haus, Ihrem Gerät und der gewählten Holzart ab. Hier finden Sie eine einfache Berechnungsmethode mit Rechenbeispielen und Tipps für die richtige Bestellmenge.

Gros plan sur des granulés de bois (pellets)

Wie viel Brennholz braucht man für einen Winter? Eine einheitliche Zahl gibt es nicht, denn der Bedarf hängt von Ihrem Haus, Ihrer Nutzung und Ihrem Gerät ab. Ein gemütliches Feuer am Wochenende benötigt wenig Holz. Ein Kaminofen als Hauptheizung benötigt deutlich mehr. Der richtige Weg: Gehen Sie von Ihrem Wärmebedarf in kWh aus und rechnen Sie ihn dann je nach Holzart und Wirkungsgrad Ihres Ofens in Raummeter um. Die folgenden Beispiele geben Ihnen Größenordnungen und eine einfache Methode, um Ihren eigenen Brennholzbedarf zu berechnen.

Die Faktoren, die Ihren Verbrauch bestimmen

Bevor Sie rechnen, sollten Sie die Faktoren kennen, die Ihren Brennholzverbrauch beeinflussen:

  • die beheizte Fläche und die Raumhöhe;
  • die Dämmung des Hauses: Ein unsaniertes Altbauhaus verbraucht deutlich mehr als ein Neubau;
  • das örtliche Klima: In manchen Regionen sind die Winter länger und kälter;
  • die Rolle des Ofens: Wohlfühlfeuer, Zusatzheizung oder Hauptheizung;
  • der Wirkungsgrad des Geräts: Ein moderner Kaminofen nutzt das Holz besser als ein offener Kamin;
  • Holzart und Restfeuchte: Dichtes, trockenes Holz liefert mehr Energie pro Raummeter;
  • Ihre Gewohnheiten: gewünschte Raumtemperatur, Anwesenheit tagsüber, Anzahl der Heiztage.

Die Berechnung in 4 Schritten

Schritt 1: Die Wärmemenge abschätzen, die das Holz liefern soll

Ausgangspunkt ist die Wärmemenge in kWh, die Ihr Ofen im Winter erzeugen soll. Dabei helfen Ihnen verschiedene Quellen:

  • Ihr bisheriger Heizöl- oder Gasverbrauch, wenn das Holz einen Teil dieser Heizung ersetzt. Richtwert: 1 Liter Heizöl enthält etwa 10 kWh, 1 m³ Erdgas ebenfalls etwa 10 kWh;
  • der Energieausweis des Gebäudes, der einen jährlichen Bedarf pro m² angibt;
  • die Einschätzung Ihres Heizungsbauers oder Schornsteinfegers, der Ihre Anlage kennt.

Schritt 2: Den Wirkungsgrad des Geräts berücksichtigen

Ein Ofen wandelt nicht die gesamte Energie des Holzes in nutzbare Wärme um. Ein Teil entweicht über den Schornstein. Ein moderner Kaminofen hat einen Wirkungsgrad von etwa 70 bis 80 %. Ein offener Kamin hat einen deutlich geringeren Wirkungsgrad. Den Wert Ihres Geräts finden Sie in der Bedienungsanleitung.

Einfache Formel:

benötigte Holzenergie = gewünschte Nutzwärme ÷ Wirkungsgrad

Schritt 3: Die Holzart wählen

Die Energie in einem Raummeter (RM, geschichtet) trockenem Holz hängt von der Holzart ab:

HolzartEnergie pro RM (trockenes Holz)
Eicheetwa 2.000 bis 2.100 kWh
Bucheetwa 2.000 bis 2.100 kWh
Escheetwa 2.000 kWh
Birkeetwa 1.700 bis 1.900 kWh
Fichte, Kiefer (Nadelholz)etwa 1.400 bis 1.600 kWh

Diese Werte gelten für trockenes Holz mit einer Restfeuchte von etwa 15 bis 20 %. Feuchteres Holz liefert deutlich weniger Wärme. Einen ausführlichen Vergleich der Holzarten finden Sie in unserem Beitrag Welches Holz heizt am besten?.

Schritt 4: In Raummeter umrechnen

Anzahl Raummeter = benötigte Holzenergie ÷ Energie pro Raummeter

Rechenbeispiele

Die folgenden Beispiele gehen von einem modernen Kaminofen mit einem Wirkungsgrad von etwa 75 % aus. Sie dienen der Orientierung und ersetzen keine Einschätzung Ihrer persönlichen Situation.

Gewünschte Nutzwärme im WinterBuche oder Eiche (etwa 2.050 kWh/RM)Birke (etwa 1.800 kWh/RM)Nadelholz (etwa 1.500 kWh/RM)
3.000 kWh (regelmäßiges Wohlfühlfeuer)etwa 2 RMetwa 2,2 RMetwa 2,7 RM
6.000 kWh (Zusatzheizung)etwa 3,9 RMetwa 4,4 RMetwa 5,3 RM
12.000 kWh (Hauptheizung)etwa 7,8 RMetwa 8,9 RMetwa 10,7 RM

Ausführliches Beispiel: Ihr Ofen soll 6.000 kWh Nutzwärme liefern. Bei einem Wirkungsgrad von 75 % benötigen Sie etwa 8.000 kWh Holzenergie (6.000 ÷ 0,75). Mit trockener Buche entspricht das etwa 3,9 Raummetern (8.000 ÷ 2.050).

Praxistipp: Notieren Sie jeden Winter die tatsächlich verbrauchte Holzmenge und die Anzahl der Heiztage. Nach zwei Heizperioden haben Sie Ihren eigenen Richtwert, der zuverlässiger ist als jede theoretische Berechnung.

Raummeter, Schüttraummeter oder Festmeter: in der richtigen Einheit bestellen

Brennholz wird in verschiedenen Einheiten verkauft. Um Angebote vergleichen zu können, ist es wichtig, sie zu unterscheiden:

  • 1 Festmeter (FM) entspricht etwa 1,4 Raummetern;
  • 1 Raummeter (RM, geschichtet) bezeichnet ordentlich gestapeltes Holz mit Zwischenräumen zwischen den Scheiten;
  • 1 Schüttraummeter (SRM) bezeichnet lose geschüttetes, nicht gestapeltes Holz. Ein Raummeter entspricht je nach Scheitlänge etwa 1,4 bis 1,7 SRM.

Ergibt Ihre Berechnung 4 Raummeter und wird das Holz in Schüttraummetern verkauft, benötigen Sie also etwa 5,6 bis 6,8 SRM. Unser Beitrag Raummeter, Schüttraummeter, Festmeter erklärt diese Umrechnungen im Detail.

Reserve und Lagerplatz einplanen

Ein Sicherheitspuffer

Ein kälterer Winter als erwartet lässt den Verbrauch schnell steigen. Planen Sie über Ihre Berechnung hinaus eine kleine Reserve ein. Gut gelagertes trockenes Holz hält sich mehrere Jahre, ohne an Qualität zu verlieren. Der Überschuss geht also nicht verloren.

Der benötigte Platz

Ein Raummeter nimmt gestapelt etwa 1 m³ ein. Für 5 Raummeter planen Sie zum Beispiel einen Stapel von etwa 1 m Tiefe, 1 m Höhe und 5 m Länge ein, ohne den Platz für die Belüftung. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob Ihr Unterstand groß genug ist. Die Regeln für die Lagerung erklärt unser Beitrag Brennholz richtig lagern.

Auf einmal oder in mehreren Lieferungen bestellen?

Den gesamten Winterbedarf mit einer einzigen Lieferung zu bestellen, hat Vorteile: Sie müssen nur eine Lieferung organisieren und haben den Vorrat ab Beginn der Heizperiode zur Verfügung. Wenn der Platz begrenzt ist, können zwei Lieferungen eine Lösung sein. Denken Sie auch an den Zeitpunkt: Im Herbst steigt die Nachfrage, und die Lieferzeiten können länger werden. Die Standardlieferzeit beträgt 3–7 Werktagen. Die Einzelheiten finden Sie auf der Seite Lieferung.

Für eine große Menge, zum Beispiel für mehrere Wohneinheiten oder einen Betrieb, fordern Sie bitte ein individuelles Angebot an.

Fazit

Um zu wissen, wie viel Brennholz Sie für einen Winter brauchen, gehen Sie von Ihrem Wärmebedarf aus, berücksichtigen den Wirkungsgrad Ihres Ofens und rechnen dann je nach Holzart in Raummeter um. Dichtes, gut getrocknetes Holz wie Buche oder Eiche verringert die benötigte Menge und den Lagerplatz. Planen Sie eine kleine Reserve ein und prüfen Sie vor der Bestellung die Verkaufseinheit. Mit dieser Methode kommen Sie warm durch den Winter, ohne dass Ihnen das Holz ausgeht.

Häufige Fragen

Wie viele Raummeter braucht man für einen Kaminofen als Zusatzheizung?

Für eine Zusatzheizung reichen oft einige Raummeter pro Winter. Alles hängt von der Anzahl der Heiztage und der Größe des Raums ab. Nutzen Sie die oben beschriebene Berechnungsmethode für eine passende Schätzung.

Erhöht feuchtes Holz die benötigte Menge?

Ja. Feuchtes Holz verbraucht einen Teil seiner Energie, um das enthaltene Wasser zu verdampfen. Sie verbrennen dann mehr Holz für dieselbe Wärme. Empfohlen wird Holz mit einer Restfeuchte unter 20 %.

Braucht man mit Nadelholz mehr Holz?

Ja, bei gleichem Volumen. Ein Raummeter Nadelholz enthält weniger Energie als ein Raummeter Buche oder Eiche. Bei gleichem Gewicht ist die Energie dagegen bei allen trockenen Holzarten nahezu gleich.

Was tun mit dem Holz, das am Ende des Winters übrig bleibt?

Lagern Sie es an einem überdachten und belüfteten Ort. Gut gelagertes trockenes Holz behält seine Qualität für die nächste Heizperiode.

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