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Brennholz 2. August 2026 7 Min. Lesezeit

Stammholz kaufen und Brennholz selbst machen

Stammholz zu kaufen und selbst zu Scheitholz zu verarbeiten, erfordert Platz, Ausrüstung und Zeit. Hier finden Sie die Arbeitsschritte, die Vorsichtsmaßnahmen und die Punkte, die Sie vor der Bestellung prüfen sollten.

Bûches de bois de chauffage fendues et empilées en rangs serrés

Stammholz zu kaufen und Brennholz selbst zu machen, ist eine interessante Lösung, wenn Sie Platz, die passende Ausrüstung und Zeit haben. Stammholz (Langholz) sind entastete Baumstämme, die in großer Länge per Kranwagen geliefert werden. Sie sägen, spalten und trocknen das Holz selbst. Im Gegenzug für diese Arbeit wählen Sie die Scheitlänge selbst und legen Ihren Vorrat in Ihrem eigenen Tempo an. Planen Sie jedoch eine Trocknungszeit von mindestens ein bis zwei Jahren ein, bevor Sie dieses Holz verbrennen.

Dieser Beitrag stellt die Arbeitsschritte, die nötige Ausrüstung und die Sicherheitsregeln vor.

Was ist Stammholz?

Stammholz ist ein gefällter, entasteter und in der Regel auf eine bestimmte Länge abgelängter Baumstamm. Für Brennholz stammt es vor allem von Laubbäumen wie Buche, Eiche oder Esche oder von Nadelbäumen wie Fichte. Man spricht auch von Langholz oder Polterholz.

Stammholz für Brennholz wird frisch oder nach einer ersten Lagerung im Wald geliefert. Es enthält noch viel Wasser. Es kann daher nicht direkt verbrannt werden.

Für wen eignet sich der Kauf von Stammholz?

Der Kauf von Stammholz eignet sich besonders, wenn:

  • Sie ein Grundstück mit Zufahrt für einen Lkw haben;
  • Sie eine Motorsäge, einen Holzspalter und Schutzausrüstung besitzen;
  • Sie Erfahrung in der Holzbearbeitung haben oder einen Lehrgang besuchen;
  • Sie das Holz mindestens ein bis zwei Jahre lagern können;
  • Sie jeden Winter eine größere Menge Holz verbrauchen.

Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist ofenfertiges Scheitholz wie kammergetrocknetes Brennholz oft die bessere Wahl.

Die Verkaufseinheit: der Festmeter

Stammholz wird in der Regel in Festmetern (FM) verkauft. Ein Festmeter entspricht 1 m³ massivem Holz ohne Zwischenräume. Nach dem Sägen und Spalten nimmt das scheinbare Volumen zu:

EinheitUngefähre Entsprechung
1 Festmeter (FM)etwa 1,4 Raummeter (RM, geschichtet)
1 Festmeter (FM)etwa 2 bis 2,4 Schüttraummeter (SRM), je nach Scheitlänge

Für einen Bedarf von 7 Raummetern benötigen Sie also etwa 5 Festmeter Stammholz. Unser Beitrag Raummeter, Schüttraummeter, Festmeter erklärt diese Umrechnungen im Detail.

Die Lieferung per Kranwagen

So läuft das Abladen ab

Stammholz wird mit einem Lkw mit Ladekran geliefert. Der Fahrer legt die Stämme an der vereinbarten Stelle in Reichweite des Krans ab. Er kann sie nicht an beliebiger Stelle ablegen: Der Ablageplatz muss erreichbar und sicher sein.

Was Sie vor der Lieferung prüfen sollten

  1. Die Zufahrt: Der Weg muss breit genug sein, darf keine tief hängenden Äste haben und muss das Gewicht eines beladenen Lkw tragen.
  2. Den Untergrund am Ablageplatz: Ein fester, ebener Boden ist notwendig. Aufgeweichter Boden kann nachgeben.
  3. Freileitungen: Keine Strom- oder Telefonleitung darf die Bewegung des Krans behindern.
  4. Die Fläche: Planen Sie genug Platz für die Länge der Stämme und zum Arbeiten rundherum ein.
  5. Den Rangierraum: Der Lkw muss anhalten, seine Stützen ausfahren und wieder abfahren können.

Beschreiben Sie im Zweifel Ihre Zufahrt bei der Bestellung oder senden Sie Fotos. Die allgemeinen Lieferbedingungen finden Sie ausführlich auf der Seite Lieferung.

Die nötige Ausrüstung

AusrüstungVerwendung
Motorsäge, passend zum StammdurchmesserAblängen der Stämme in Stücke
Holzspalter (hydraulisch) oder SpaltaxtSpalten der Stücke zu Scheiten
Sägebocksicheres Sägen kleinerer Stücke
SchnittschutzhoseSchutz der Beine
Helm mit Visier und GehörschutzSchutz von Kopf, Augen und Ohren
Handschuhe und Sicherheitsschuhe mit SchnittschutzSchutz von Händen und Füßen
HolzfeuchtemessgerätKontrolle der Trocknung

Sicherheit geht vor

Die Arbeit mit der Motorsäge birgt erhebliche Risiken. Beachten Sie diese Regeln:

  • Lassen Sie sich schulen: Ein Motorsägenkurs wird dringend empfohlen. Für die Arbeit im Wald wird er oft verlangt.
  • Arbeiten Sie nie allein: Eine zweite Person muss bei einem Unfall Hilfe holen können.
  • Tragen Sie bei jedem Einsatz die vollständige Schutzausrüstung.
  • Sichern Sie die Stämme vor dem Sägen: Ein wegrollender Stamm kann schwere Verletzungen verursachen.
  • Beachten Sie die Bedienungsanleitung von Motorsäge und Holzspalter.
  • Informieren Sie sich über die zulässigen Zeiten für den Betrieb lauter Geräte in Ihrer Gemeinde.

Praxistipp: Sichern Sie die Stämme vor Arbeitsbeginn mit Keilen oder auf dem Boden liegenden Holzstücken. Sägen Sie dann von außen nach innen, und stellen Sie sich nie auf die Seite, zu der die Stämme rollen könnten.

Vom Stamm zum Scheit: die Arbeitsschritte

1. In Stücke sägen

Sägen Sie die Stämme auf die gewünschte Länge, zum Beispiel 25, 33 oder 50 cm, je nach Feuerstätte. Prüfen Sie vor Beginn die maximale Scheitlänge, die Ihr Ofen aufnehmen kann.

2. Zügig spalten

Spalten Sie das Holz so bald wie möglich nach dem Sägen. Gespaltenes Holz trocknet viel schneller als ein rundes Stück, denn das Wasser verdunstet vor allem über die Spaltflächen.

3. Zum Trocknen stapeln

Stapeln Sie die Scheite an einem sonnigen und windigen Ort auf Paletten oder Latten. Decken Sie den Stapel oben ab, lassen Sie die Seiten aber offen. Ausführliche Tipps finden Sie im Beitrag Brennholz richtig lagern.

4. Trocknen lassen

Die Trocknungszeit hängt von der Holzart, der Größe der Scheite und den Lagerbedingungen ab. Rechnen Sie bei Laubholz wie Buche und Esche oft mit ein bis zwei Jahren, bei Eiche mit mehr. Das Holz darf verbrannt werden, wenn seine Restfeuchte unter 25 % liegt, idealerweise unter 20 %.

Vorteile und Grenzen

VorteileGrenzen
Sie wählen die Scheitlänge selbstErhebliche körperliche Arbeit
Sie verarbeiten das Holz in Ihrem eigenen TempoWerkzeug und Schutzausrüstung erforderlich
Gute Lösung bei hohem VerbrauchLange Trocknungszeit vor der Verwendung
Eigenständige Vorratshaltung über mehrere JahreViel Platz für Stämme und Trocknung nötig

Stammholz bestellen

Das verfügbare Stammholz finden Sie in der Kategorie Stammholz unseres Shops, mit Angabe von Holzart, Länge und Verkaufseinheit. Der Stammholz-Ratgeber ergänzt diesen Beitrag. Für eine große Menge oder eine Lieferung mit besonderen Zufahrtsbedingungen ist eine Angebotsanfrage die beste Lösung.

Fazit

Stammholz zu kaufen und Brennholz selbst zu machen, ist ein lohnendes Vorhaben für alle, die ausgerüstet, geschult und mit genügend Platz ausgestattet sind. Prüfen Sie die Zufahrt für den Kranwagen, legen Sie Ihre Schutzausrüstung bereit und planen Sie eine ausreichende Trocknungszeit ein. Gut organisiert, verschafft Ihnen dieses Vorhaben einen Brennholzvorrat für mehrere Winter, der zu Ihrer Feuerstätte passt.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, Stammholz zu Scheitholz zu verarbeiten?

Das hängt von der Menge, der Ausrüstung und Ihrer Erfahrung ab. Für einige Festmeter sollten Sie mehrere Arbeitstage einplanen. Ein hydraulischer Holzspalter verringert den Kraftaufwand erheblich.

Kann man Stammholz im selben Jahr verbrennen?

In der Regel nicht. Frisches Holz enthält viel Wasser. Es muss auf eine Restfeuchte unter 25 %, idealerweise unter 20 %, trocknen, was oft ein bis zwei Jahre dauert.

Welche Holzart sollte ich beim Stammholz wählen?

Buche und Eiche liefern in trockenem Zustand etwa 2.000 bis 2.100 kWh pro Raummeter. Eiche trocknet langsamer. Nadelholz trocknet schneller, enthält aber weniger Energie pro Raummeter.

Darf Stammholz auf öffentlichem Grund abgelegt werden?

Die Nutzung öffentlicher Verkehrsflächen unterliegt örtlichen Regeln und erfordert oft eine Genehmigung der Gemeinde. Planen Sie die Ablage möglichst auf Ihrem eigenen Grundstück ein.

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