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Heiztipps 20. August 2026 6 Min. Lesezeit

Braunkohlebriketts richtig verwenden: Tipps und Sicherheitshinweise

Braunkohlebriketts liefern eine lange Glut und gleichmäßige Wärme, eignen sich aber nicht für jedes Gerät. So verwenden Sie sie richtig und sicher.

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Braunkohlebriketts sind in Deutschland ein traditioneller Brennstoff. Sie liefern etwa 5,3 bis 5,6 kWh pro Kilogramm und erzeugen eine lang anhaltende Glut, die sich gut eignet, um über mehrere Stunden eine gleichmäßige Wärme zu halten. Ihre Verwendung erfordert jedoch Vorsicht: Sie dürfen nur in Öfen und Kaminen verbrannt werden, die für diesen Brennstoff zugelassen sind. Auch die richtige Luftführung ist entscheidend, um Kohlenmonoxid zu vermeiden.

Dieser Beitrag erklärt, wie Sie Braunkohlebriketts richtig und sicher verwenden.

Was ist ein Braunkohlebrikett?

Braunkohle ist eine junge Kohle, die in Deutschland in mehreren Revieren abgebaut wird. Zur Herstellung von Briketts wird die Rohbraunkohle zerkleinert, getrocknet und anschließend unter hohem Druck gepresst. So entstehen kompakte, gleichmäßig geformte Blöcke, die sich leicht lagern und handhaben lassen.

Anders als Holz ist Braunkohle ein fossiler Brennstoff. Bei ihrer Verbrennung wird CO₂ frei, das nicht vor kurzer Zeit von einer Pflanze aufgenommen wurde. Viele Nutzer setzen sie daher ergänzend zum Holz ein, vor allem für die Glut über Nacht oder an sehr kalten Tagen.

Die Eigenschaften auf einen Blick

EigenschaftBraunkohlebrikettsTrockenes BrennholzHolzbriketts
Heizwertetwa 5,3 bis 5,6 kWh/kgetwa 4 kWh/kgetwa 4,8 bis 5 kWh/kg
Art der Verbrennunglange, anhaltende Glutlebhafte Flammen, mittlere Glutkurze Flamme, gleichmäßige Glut
Aschemengedeutlich höher als bei Holzgeringgering
Herkunftfossilnachwachsendnachwachsend
Geeignete Gerätenur für diesen Brennstoff zugelassene GeräteKaminöfen und Kamine für HolzKaminöfen und Kamine für Holz

Einen Vergleich mit weiteren Brennstoffen finden Sie in unserem Beitrag zum Heizwert von Brennstoffen.

In welchen Geräten dürfen Braunkohlebriketts verwendet werden?

Die Zulassung des Geräts prüfen

Das ist die wichtigste Regel. Ein Ofen oder Kamineinsatz ist nicht automatisch für Kohle ausgelegt. Bei der Verbrennung von Braunkohle entstehen andere Temperaturen und Gase als bei Holz. Ein Gerät, das nicht für diesen Brennstoff vorgesehen ist, kann beschädigt werden oder gefährlich arbeiten.

So finden Sie heraus, ob Ihr Gerät für Braunkohlebriketts zugelassen ist:

  1. Lesen Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers, die die zulässigen Brennstoffe aufführt;
  2. sehen Sie auf dem Typenschild des Geräts nach;
  3. fragen Sie im Zweifel Ihren Schornsteinfeger.

Die deutschen Vorschriften (1. BImSchV) erlauben Braunkohlebriketts nur in Geräten, die für diesen Brennstoff geeignet sind.

Ungeeignete Geräte

  • Pelletöfen und Pelletkessel: Sie sind ausschließlich für Pellets ausgelegt;
  • Geräte, die nur für Holz zugelassen sind;
  • offene Kamine: Sie sind in der Regel nicht für diesen Brennstoff vorgesehen;
  • Grills und Geräte zum Zubereiten von Speisen: Verwenden Sie dafür geeignete Holzkohle.

So verwenden Sie Braunkohlebriketts richtig

Mit Holz anheizen

Braunkohlebriketts lassen sich im kalten Zustand schwer anzünden. Üblicherweise wird zuerst ein Holzfeuer entfacht, zum Beispiel mit der Methode, das Feuer von oben anzuzünden. Sobald ein gutes Glutbett entstanden ist, legen Sie die Briketts darauf.

Die empfohlene Menge einhalten

Legen Sie nicht mehr Brennstoff auf, als in der Bedienungsanleitung angegeben ist. Braunkohle enthält viel Energie. Eine zu große Auflage kann Gerät und Schornstein überhitzen.

Die Verbrennungsluft regeln

Braunkohlebriketts brennen gut mit einer passenden Luftzufuhr, häufig von unten durch den Rost. Folgen Sie den Einstellungen in der Bedienungsanleitung. Um eine Glut über mehrere Stunden zu halten, verringern Sie die Luft ausschließlich gemäß den Angaben des Herstellers. Schließen Sie niemals alle Luftzufuhren vollständig.

Die Asche regelmäßig entleeren

Braunkohle erzeugt deutlich mehr Asche als Holz. Ein überfüllter Aschekasten behindert die Luftzufuhr unter dem Rost und verschlechtert die Verbrennung. Leeren Sie ihn regelmäßig, und zwar nur, wenn die Asche kalt ist.

Praxistipp: Installieren Sie einen Kohlenmonoxid-Melder in dem Raum, in dem Ihr Ofen steht. Ein Rauchmelder erkennt dieses Gas nicht. Das kleine Gerät bietet ein wichtiges Plus an Sicherheit, vor allem wenn Sie die Glut über Nacht halten.

Sicherheitshinweise

Die Gefahr durch Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid (CO) ist ein unsichtbares, geruchloses und sehr giftiges Gas. Es entsteht vor allem, wenn bei der Verbrennung Luft fehlt. Bei einer Braunkohleglut, die lange mit geringer Leistung gehalten wird, muss diese Gefahr ernst genommen werden. Anzeichen einer Vergiftung können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit sein. Lüften Sie in diesem Fall sofort, verlassen Sie den Raum und rufen Sie die 112 an.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Schornsteinfeger und Brandschutz.

Ein Schornstein in gutem Zustand

Der Schornstein muss für den Brennstoff geeignet sein und vom Schornsteinfeger überprüft werden. Teilen Sie ihm mit, dass Sie Braunkohlebriketts verwenden. Er kann dann prüfen, ob Ihre Anlage dafür geeignet ist.

Die Asche

  • Lassen Sie die Asche in einem Metalleimer mit Deckel vollständig abkühlen.
  • Schütten Sie sie niemals noch heiß in eine Kunststofftonne.
  • Verwenden Sie Braunkohleasche nicht als Dünger im Garten.
  • Beachten Sie die örtlichen Entsorgungsregeln Ihrer Gemeinde.

Braunkohlebriketts lagern

Braunkohlebriketts sind gut haltbar, solange sie trocken bleiben. Feuchtigkeit lässt sie aufquellen und zerbröseln. Lagern Sie sie in ihrer Verpackung in einem Keller, einer Garage oder einem geschlossenen Schuppen. Vermeiden Sie direkten Kontakt mit feuchtem Boden.

Wo finden Sie Braunkohlebriketts?

Braunkohlebriketts finden Sie in der Kategorie Kohle unseres Shops. Jede Produktseite gibt die Verpackungsart an. Für ein ergänzendes Holzfeuer entdecken Sie auch unser Brennholz.

Fazit

Braunkohlebriketts sind ein wirksamer Brennstoff für eine lange Glut und gleichmäßige Wärme. Sie eignen sich jedoch nur für Geräte, die für diesen Brennstoff zugelassen sind. Zünden Sie sie auf einer Holzglut an, halten Sie die maximale Brennstoffmenge ein, regeln Sie die Luft gemäß der Bedienungsanleitung und schützen Sie sich mit einem Melder vor Kohlenmonoxid. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen ergänzen sie eine Holzheizung sinnvoll.

Häufige Fragen

Darf man Braunkohlebriketts in einem Kaminofen für Holz verbrennen?

Nur wenn der Hersteller es erlaubt. Die Bedienungsanleitung oder das Typenschild nennt die zulässigen Brennstoffe. Fragen Sie im Zweifel Ihren Schornsteinfeger.

Wie lange hält die Glut von Braunkohlebriketts?

Die Glut kann mehrere Stunden halten. Die genaue Dauer hängt vom Gerät, von der aufgelegten Menge und von der Einstellung der Luftzufuhr ab.

Kann man Braunkohlebriketts zum Grillen verwenden?

Nein. Verwenden Sie zum Grillen Holzkohle nach DIN EN 1860-2, die Sie in der Kategorie Holzkohle finden.

Darf Braunkohleasche auf den Kompost?

Nein. Anders als die Asche von naturbelassenem Holz darf Braunkohleasche nicht im Garten verwendet werden. Entsorgen Sie sie nach den Regeln Ihrer Gemeinde.

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